Arabisch lernen in einem Jahr?! #letsdoit

Arabisch lernen und endlich die arabische Sprache sicher beherrschen? Innerhalb eines einzigen Jahres?! Unmöglich, sagen die einen. Ich werde es einfach mal versuchen, sage ich. Wie ich das schaffen möchte, davon erzähle ich euch heute!

In meinem letzten Video habe ich euch von den 11 Zielen erzählt, die ich innerhalb des nächsten Jahres erreichen möchte. Einer meiner Vorsätze ist, dass ich endlich meine Arabisch-Kenntnisse verbessern und mich in die Lage versetzen möchte, mühelos an einem Gespräch auf Arabisch teilnehmen zu können.

Heute geht es darum, wie es mit meinen Plänen vorangeht und auf welchem Weg ich es schaffen möchte, innerhalb eines Jahres Arabisch zu sprechen. Außerdem stelle ich euch die Bücher vor, mit denen ich inshaAllah in den nächsten Monaten arbeiten will.

An alle, die gerade erst anfangen, Arabisch zu lernen, und hoffen, hier die Antwort zu finden, wo sie beginnen sollen: Ich fange mit dem Arabischen nicht bei Null an, sondern habe vor ein paar Jahren schon einen Arabischkurs an der Uni belegt. Die Büchertipps sind vielleicht trotzdem interessant für euch!

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Ruhe im Koran finden

Ich bin müde von den Meldungen der letzten Tage und Wochen.

Ich scheine hyperempfindlich zu sein. Ständig in Erwartung einer neuen Meldung. In Deutschland, in Europa, im Rest der Welt. Die Scheinwerfer der Weltpresse verharren nur wenige Stunden lang auf einem Schauplatz, manchmal nur wenige Minuten. Tod. Unzählige Schicksale. Keine Zeit für ihre Geschichten. Überall Tote. Und doch wünschen sich angeblich alle nur eines: Frieden. Für sich, für ihre Familien.

Ich möchte abschalten, ich suche nach Ruhe.

Ich nehme den Koran und schlage wahllos eine Seite auf. Es ist die Sure 14. Sie heißt Ibrahim, auch Abraham, nach dem gemeinsamen Vorvater aller Juden, Christen und Muslime benannt. Sicher nur ein Zufall. Ich lege im Moment keinen Wert darauf, meine Leser/innen von der Existenz göttlicher Lenkung zu überzeugen. Ich beginne zu lesen, zu rezitieren. Augenblicklich durchströmt mich ein warmes Gefühl. Innere Ruhe breitet sich aus. Ja, innere Ruhe. Da ist sie.

Ich lese vom Tag des Gerichts und von denen, die den teuflischen Einflüsterungen gefolgt sind. Sie klagen an, möchten die Schuld von sich weisen, suchen nach Ausreden. Doch für die Ungerechten gibt es keinen Ausweg, eine schmerzhafte Strafe wartet auf sie.

Ich lese von denen, die glauben und rechtschaffene Werke tun. Sie werden in die Paradiesgärten eingehen, so Gott will. Sie erwartet ein besonderer Gruß: der Gruß des Friedens.

Ich lese von der Kraft eines guten Wortes, das gleich den Wurzeln eines Baumes ist, dessen Zweige in den Himmel reichen und dessen Früchte jederzeit zugänglich sind.

Es heißt im Koran (Sure 14, Verse 22 – 27):

Und wenn die Sache entschieden sein wird, dann wird Satan sprechen: «Siehe, Gott versprach euch etwas, das mit Sicherheit wahr wird.  Auch ich habe euch (allerlei) Versprechen gemacht – aber ich habe euch betrogen. Und ich hatte keine Macht über euch, außer dass ich euch rief und ihr habt mich erhört. So tadelt nicht mich, sondern tadelt euch selber. Es ist nicht an mir, eure Hilferufe zu erhören, noch an euch, meine zu erhören. Ich habe es schon von mir gewiesen, dass ihr mich (Gott) zur Seite gestellt habt.» Den Ungerechten wird wahrlich schmerzliche Strafe sein.

Und die da glauben und gute Werke tun, werden in Gärten gebracht werden, durch die Wasserläufe fließen, ewig darin zu wohnen nach ihres Herrn Gebot. Sie werden willkommen geheißen werden mit dem Gruß “Frieden!”.

Siehst du nicht, wie Gott das Gleichnis eines guten Wortes prägt? (Es ist) wie ein guter Baum, der fest verwurzelt ist und dessen Zweige in den Himmel (reichen). Er bringt seine Frucht hervor zu jeder Zeit nach seines Herrn Gebot. Und Gott prägt Gleichnisse für die Menschen, auf das  sie nachdenken mögen.

Das Gleichnis eines schlechtes Wortes aber ist das eines verdorbenen Baumes, der aus der Erde entwurzelt ist und keinerlei Festigkeit mehr hat.

Gott stärkt die Gläubigen mit dem Wort, das fest gegründet ist, in diesem Leben wie in dem künftigen; und Gott lässt die Unrecht Tuenden irregehen; denn Gott tut, was immer Er will.

Nach der Rezitation dieser Verse spüre ich sie, die Ruhe und auch Klarheit. Ich werde heute keine Nachrichten mehr lesen, sondern mich meinen Gebeten widmen und – so Gott will – mit friedlichen Gedanken im Sinn einschlafen.

Möge Gott in unsere Herzen Erkenntnis und Geduld, Wissen und Weisheit, Verständnis und Barmherzigkeit setzen und uns helfen, diese Tugenden in unserem täglichen Leben einzusetzen.  Amin!

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Wie geht’s weiter nach dem Ramadan?

Gestern haben viele schon das Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert, andere tun das erst heute. Ganz egal, wann ihr (ge)feiert (habt): Ich wünsche euch  ein gesegnetes Eid al-Fitr. Möge Allah euer Fasten, eure Gebete und all eure Anstrengungen im Ramadan annehmen. Amin!

Abschied vom Ramadan

Hadith zum RamadanIch habe mich gestern den ganzen Tag auf seltsame Art traurig gefühlt – irgendwie verloren. Denn: Ich vermisse den Ramadan. Und das in diesem Jahr intensiver als jemals zuvor. Ich möchte mir die Motivation der letzten Wochen und das Gefühl des Geschützseins bewahren. Geschützt? Ja, ich fühlte mich geschützt und sicher vor den Einflüsterungen des Schaytan.

Aber ich möchte nicht allzu wehmütig und melnacholisch sein. Es gibt Wege, sich auch außerhalb des Ramadan zu schützen. Die Geheimwaffe sind Bittgebete. Wir können morgens und abends die Schutzgebete sprechen, die uns vom Propheten Muhammad, der Frieden und Segen Allahs seien auf ihm, überliefert sind. KoranversWir können beim Verlassen und Betreten unserer Häuser genauso wie beim Betreten und Verlassen der Toilette die Bittgebete sprechen, die uns vom Propheten Muhammad, Frieden und Segen Allahs seien auf ihm, überliefert sind. Wir können jeden Abend die Sure al-Mulk lesen und jeden Freitag die Sure al-Kahf lesen. Es gibt einen schier unendlichen Schatz an Möglichkeiten, uns auch außerhalb des Ramadan zu schützen.

Vorsätze für’s nächste Jahr

Ich möchte die Energie und Motivation, die ich im Ramadan gespürt habe, auch in das nächste Jahr mitnehmen und zu einer ein kleines bisschen besseren Person werden. Deshalb habe ich mir ganz konkrete und für mich realistische Vorsätze gefasst, die ich bis zum nächsten Ramadan erreichen möchte. Ich nenne sie meine “Ramadan Resolutions”. Nach einigen Monaten möchte ich diese Liste anschauen und mich selbst überprüfen, wie nah oder wie weit entfernt ich von meinen Zielen bin, um mein Verhalten ggf. zu korrigieren und mich neu zu fokussieren.

Ich habe über meine Vorsätze ein Video gemacht, schaut gern mal rein:

Meine Vorsätze sind also:

  1. Hifdh al-Quran: Ich möchte die 3 letzten Teile des Koran (Juz 28, 29 und 30) auswendiglernen und festigen.
  2. Koran lesen: Ich möchte jeden Tag im Koran lesen.
  3. Arabisch lernen: Ich möchte in der Lage sein, mich auf Arabisch zu unterhalten.
  4. Sunnah-Gebete: Ich möchte vor und nach den Pflichtgebeten regeläßig die Sunnah-Gebete verrichten.
  5. Tasbih: Ich möchte nach meinen Gebeten regelmäßig die empfohlenen Lobpreisungen Allahs sprechen.
  6. Fajr-Gebete: Ich möchte das Fajr-Gebet immer zu seiner Zeit verrichten.
  7. Besondere Bittgebete: Ich möchte jeden Monat eines der vom Propheten überlieferten oder koranischen Bittgebete auswendig lernen.
  8. Tägliche Bittgebete: Ich möchte die täglichen Bittgebete beim Aufwachen und Schlafengehen, beim Betreten und Verlassen der Toilette und beim Betreten und Verlassen des Hauses auswendig lernen.
  9. Sure al-Kahf lesen: Ich möchte jeden Freitag die Sure al-Kahf lesen.
  10. Islamische Bücher: Ich möchte jeden Monat mindestens ein islamisches Buch lesen.
  11. Fasten: Ich möchte jeden Montag und Donnerstag fasten.

Wenn ihr Lust habt, mich und andere anzuspornen und auch eure Vorsätze zu teilen, dann benutzt doch das Hashtag #ramadanresolutions und postet auf Twitter, Instagram, auf euren Blogs oder wo auch immer ihr mögt, was ihr im nächsten Jahr unbedingt umsetzen wollt. Das würde mich sehr interessieren! 🙂

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Die letzten 10 Tage des Ramadan: Wenn wir nicht fasten können

Wir sind im letzten Drittel des Ramadan angekommen und wir wissen alle, wie wichtig die nächsten 10 Tage sind.

Koranvers zur Lailat al-Qadr

Koran, 97:1-5

Hadith von Muslim und Bukhari

Viele Frauen können in den nächsten Tagen jedoch nicht die gottesdienstlichen Handlungen durchführen, die sie gerne würden – so hat Allah es uns in seiner Weisheit vorgeschrieben. Um diese Tage  und #inshallah auch die Nacht der Bestimmung trotzdem bestmöglich zu nutzen, habe ich mir einige Dinge überlegt, die wir tun können.

In meinem neuen Video erzähle ich euch, wie wir Frauen die nächsten 10 Tage des Ramadan nutzen können, auch wenn wir nicht fasten und beten können. Viel Spaß beim Anschauen!

Wenn ihr euch noch andere Ideen habt, hinterlasst sehr gerne einen Kommentar direkt auf Youtube. Dann können andere Frauen inshallah auch von euren Tipps profitieren.

Möge Allah uns helfen, den größten Nutzen aus den nächsten 10 Tagen und Nächten zu ziehen, ganz egal, ob wir fasten oder vom Fasten befreit sind. Amin! <3

 

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[Video] Wie ich gelernt habe, den Koran zu lesen

Ich habe hier schon einmal meine Geschichte erzählt, wie ich die arabischen Sprache gelernt und den Koran lesen gelernt habe. Aber da das schon eine ganze Weile her ist und ich doch noch einiges mehr mit euch teilen möchte, gibt es jetzt auch auf Youtube meine Videoreihe zu dem Thema!

Meine Geschichte mit dem Koran auf Youtube

In sieben kleinen Episoden erzähle ich euch, wie ich – als deutsche Muslima – angefangen habe, Arabisch zu lernen, wie ich die ersten Suren auswendig gelernt habe und welche Ziele ich mir in den darauffolgenden Jahren setzte. Zu jedem Abschnitt meines Weges gibt’s dann ein kleines Fazit für euch! Ich hoffe besonders, dass das für die unter euch interessant sein kann, die gerade erst zum Islam konvertiert sind. Aber vielleicht können auch diejenigen, die schon vor langer Zeit den Islam angenommen haben, aber den Koran noch nicht fließend lesen und verstehen können, einen Nutzen aus den Videos ziehen.

Und nicht zu vergessen: Ich wünsche euch einen gesegneten Ramadan! Möge Allah unser Fasten annehmen, unsere Gebete erhören und uns näher zu Ihm bringen. Amin.

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